Heilpädagogik in der Frühförderung


Die Heilpädagogik ist ein essentieller Bestandteil in der Frühförderung.

Noch vor ein paar Jahren bestand die Frühförderung in Deutschland ausschließlich aus Fachkräften die eine pädagogische Ausbildung genossen haben. In den letzten Jahren hat sich die Frühförderung stark entwickelt und erlebte einen Wandel. Nun werden immer öfter Therapeuten aus unterschiedlichen Fachrichtungen in die Teams der Frühförderung geholt, um die Förderung noch ergiebiger zu gestalten. Trotz dessen stehen die Frühförderstellen unter pädagogischer Leitung und sind meist der überwiegenden Anteil an Fachpersonal in den Einrichtungen.

Die heilpädagogische Frühförderung richtet sich an Risikokinder (Frühgeburt, Risikoschwangerschaft), an Kinder die in ihrer Entwicklung verzögert sind, deren Sinne beeinträchtigt sind (sehen, hören, fühlen, Körperwahrnehmung) oder die eine körperliche oder/und geistige Behinderung aufweisen. Wir können diesen Kindern eine körperliche, kognitive, sprachliche, emotionale und soziale Förderung anbieten. Dazu stärken wir das Selbstvertrauen des Kindes, damit es den Mut hat sich aktiv mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen.

Um die Ziele der Frühförderung zu erreichen ist die Einbeziehung der Eltern in den „Spielstunden“ oder auch gemeinsame Gespräche erforderlich. Weiterhin besteht ein interdisziplinärer Austausch mit anderen Professionen (Ärzten, Therapeuten…), sodass das Förderangebot abgestimmt wird.
Die heilpädagogische Frühförderung am Kind erfolgt über das Spiel, welches es uns erlaubt die momentane Situation des Kindes und sein Entwicklungsstand wahrzunehmen. Das Ergebnis wird dann die Grundlage zur Gestaltung der Fördersituation. Ohne das es das Kind merkt wird über das Spiel die soziale Fähigkeit, Kommunikation, Selbstwahrnehmung und –vertrauen, Problemlösungsverhalten, Wahrnehmung, Ausdauer, Konzentration, logisches Denken und Merkfähigkeit gelernt.