Logopädie in der Frühförderung


Die Förderung und Verbesserung der allgemeinen Kommunikationsfähigkeit ist das oberste Ziel in der Logopädie. Um dies zu erreichen, wird auf allen sprachlichen Ebenen eine individuell angepasste Förderung durchgeführt.
Es wird unter anderem am Lautinventar gearbeitet. Dies beinhaltet die Bildung und Verwendung der Sprachlaute und ihre Konsonantenverbindungen. Diesen Schwerpunkt unterstützt zusätzlich die Förderung der auditiven Wahrnehmung, sowie die auditive und phonematische Differenzierung ( z.B. zw. (t) und (k) Tanne-Kanne).
Weiterhin wird an der Verbesserung und am Ausbau des passiven und aktiven Wortschatzes gearbeitet. Dabei ist es wichtig semantische Felder zu verwenden und es dem Kind leichter zu gestalten in bestimmten Kategorien seinen Wortschatz ab zu speichern. Die Förderung der grammatikalischen Struktur steht ebenfalls im Mittelpunkt einer jeden Therapie. Da Sprache ein ganzheitliches System ist.
Der Aufbau der mimischen Muskulatur ist für das artikulatorische Erlernen von Sprachlauten, aber auch für den korrekten Schluckvorgang von zentraler Bedeutung. Es werden mundmotorische Übungen, sowie Pust- und Ansaugübungen durchgeführt. Zudem sollen eventuell vorhandene orale Habits (Nägel kauen, Daumen lutschen) abgebaut werden.
Die Förderung des Redeflusses (Stottern, Poltern), aber auch die Verbesserung der stimmlichen Leistungsfähigkeit (z.B. Einschränkung durch Stimmlippenknötchen) sind Therapieinhalte der Logopädie.
Der Abbau von sprachlichen Hemmungen (z.B. Mutismus) und die Förderung der Sprach- und Sprechfreude sind von besonderer Wichtigkeit in der logopädischen Arbeit.